Zeit und Intention

Wir leben in einer herausfordernden Zeit – die keine Zeit bereitzustellen scheint. Hetze und das Gefühl von Dichte und Enge drängt sich häufig auf. Gleichzeitig ist es eine Chance etwas Neues zu lernen: nämlich den Umgang mit einer komplexen Außenwelt. Lernen, zu unterscheiden, was hier und jetzt wesentlich ist und was nicht. Lernen, sein Bewusstsein zu benutzen und wach und entspannt trotz allem durch den Tag zu gehen. Lernen, Freude zu kultivieren an den schönen kleinen Dingen des Alltags. Lernen, sich nicht von den virtuellen Welten dominieren zu lassen. Lernen, dass zum Mensch-Sein das Spüren des eigenen Körpers und Emotionen dazu gehört.

Wie kann eine Übung hierfür aussehen?

Die Bettkantenübung

Morgens nach dem Aufwachen: setzen Sie sich bewusst aufrecht auf die Bettkante – jeden Morgen – und beschließen eine Intention für den Tag: WIE will ich heute sein? WIE will ich meinen Tag erleben? WAS ist mir wichtig?
Diese Intention begleitet Sie als Ihre Referenz über den Tag. Sie können um 11 Uhr, um 14 Uhr und um 17 Uhr kurz überprüfen, ob Sie bei Ihrer Intention geblieben sind. Wenn nicht: gehen Sie wohlwollend mit sich um und kehren Sie einfach wieder zu Ihrer Intention zurück – ohne innere Diskussion.
Wenn Sie dies täglich üben, findet auf wundersame Weise Lernen statt.
Wenn es Ihnen schwerfällt, im Alltagsgetümmel an die Reflektion zu denken – stellen Sie Ihre Weckfunktion 3x täglich ein, so dass Sie daran erinnert werden kurz innezuhalten und zu spüren, wie Sie mit Ihrer Intention unterwegs sind!
Viel Freude!

-Liane Stephan