Herbstkräftig – graue und goldene Tage nutzen

Es ist schon fast November und der Spätsommer scheint beendet. Trotzdem eine perfekte Zeit für einen Spaziergang durch den Herbst. Goldene Blätter, Kastanien und Nebelschwaden, Wind der einen um die Ohren pfeift.
Oder vielleicht eher Spätjahr-Urlaubsstimmung, Email-Ladungen und Mittagspause im Regen?
Ich möchte Sie mit einem Gedicht, das mich die letzten Tage begleitet hat, genau zu so einem Spaziergang einladen. Septembermorgen von Eduard Mörike 1826:

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Genauer gesagt begleitet mich dieses Gedicht schon etwas länger. In der Grundschule sollte ich es auswendig lernen und seitdem habe ich es scheinbar nicht vergessen. Vielleicht geht es Ihnen ja auch so und Sie erinnern sich…
 Aber was macht ein Grundschulgedicht von einem der wohl bekanntesten schwäbischen Lyriker auf einer Kölner Firmenwebsite über Achtsamkeit und Berufsalltag?

Vielleicht bilden die hervorragenden Kundenbeziehungen von der Kalapa Leadership Academy ins Schwabenländle eine Parallele? Danke nach da draußen 😊.
Ich finde, dieses Gedicht lässt sich ganz gut auf eine Zeit oder eine bestimmte Stimmung übertragen. 
Der Herbst macht sich breit.
Die Kollegen sind schon länger aus dem wohlverdienten Sommerurlaub zurück und das Büro ist wieder voll.
Der Urwald des Geschäftslebens ist jeden Tag präsent, die Tage vergehen gefühlt wie im Flug. Die Mittagspause wird vermehrt wieder drinnen verbracht, weil es draußen stürmisch zu geht. Und das ist gut, denn alle haben waaaaaaahnsinnig viel zu tun, alles aufzuholen was sie ''versäumt'' haben, während sie Urlaub und ihre freien Tage genossen haben.
Da passiert es schnell, dass sich ein Schleier über die schönen Tage mit dem Liebsten legt. Und diese plötzlich ganz schnell, ganz weit in die Ferne rücken. Der unendlich blaue Himmel an einem der wundervollen Orte, an dem Sie sich noch vor ein paar Wochen befunden haben, verliert plötzlich seine Klarheit und der Alltag passiert irgendwie gleichzeitig ganz schleppend und rasend schnell. Der Herbst zieht die wunderbare Schönheit mit sich, die alles in bunte Farben, warmes Licht und dunklen Nebel hüllt. Im Büro und in der Natur.
Und ich finde dieser wirre Nebel lässt sich ganz toll nutzen, um neue Ideen zu kreieren. Freie Stunden, in denen es draußen kalt ist, können wunderbar mit einem Buch verbracht werden, das Sie schon lange mal lesen wollten. Es gibt meiner Meinung zu keinem Zeitpunkt im Jahr besser Gelegenheit, es sich zu erlauben, sich in ein Buch zu vertiefen. Einfach weil dieses Buch interessant, lustig oder was auch immer für Sie ist! Und wer weiß, vielleicht liefert es ja sogar gleichzeitig einen wichtigen Impuls.
Nebel und Regentage lassen sich außerdem gut nutzen, um selbst Ihr Tempo zu bestimmen. Schritt für Schritt. Das ist meist effizienter als schnelles chaotisches Hin und Her.
Es gibt immer einiges aufzuholen, ja! Und es wartet das Jahresende. Da braucht es nochmal 100%. Gleichzeitig laden sonnig goldene Herbsttage Sie dazu ein, die Mittagspause im Freien ganz auszukosten. Ich bin mir sicher, Sie werden es sich und neuem Ideenreichtum und Tatendrang danken. Frische Luft regt das Gehirn an und Sonne fördert die Produktion von Glückshormonen. 
Nehmen Sie sich ein paar Momente um frische Luft zu schnappen im Endspurt des 2. Geschäftshalbjahres.
Die leicht träumerische Herbst-Stimmung, die manchmal herrscht, bietet Gelegenheit, sich die eigenen und die Fehler der Kollegen während der Arbeit einfach zu verzeihen und wertschätzend zu sein. Für die kleinen Dinge. Vielleicht das Abteilungsgeschenk zum Geburtstag oder das freundliche ''Guten Morgen'' der Kollegin an einem stürmischen Herbstmorgen.
So tunkt der Herbst alles in ein ganz besonders warmes Licht.

Und so lade ich Sie dazu ein, die grauen wie die goldenen Tage mit jedem Moment zu nutzen und neue Ideen aus der Farbenpracht dieser Jahreszeit und dieser Stimmung zu schöpfen. 
Lassen Sie sich von Mörike und dieser malerischen Zeit inspirieren und begeistern.
Wie damals in der Grundschule, als Sie noch jedes bunte Blatt und jede kleine Hürde enthusiastisch stimmen konnte.

-Marie Bayer